Grassifrühstück – EXTRA am 30.04.2016 – “ Margarete Junge „

Zimmer von Margarethe Junge im GRASSI MUseum

Zimmer von Margarete Junge im GRASSI Museum

Vorstellung des „Junge-Zimmers“
anlässlich der
Buchpräsentation „Margarete Junge – Künstlerin und Lehrerin im Aufbruch in die Moderne“

Wer kennt nicht die faszinierenden Momente, wenn ein Künstler und dessen Werk mit dem Betrachter „Zwiesprache“ hält und neu „erlebt“ werden kann.

Auslöser hierzu kann zum Beispiel ein sachkundiger, mit Passion für die Person und den Gegenstand gehaltener Vortrag sein, gewürzt mit den Schilderungen vom Beziehungsgeflecht des Künstlers und schließlich angereichert mit den lebhaft vorgetragenen familiären Anekdoten sowie der Schilderung von persönlichen Erlebnissen mit dem Künstler durch Anverwandte, Freunde und Zeitzeugen.

An einem Sonnabend Ende April war es wieder soweit. Die „Margarete-Junge-Gesellschaft“ hatte als passenden Ort für ihre offizielle Buchpräsentation „Margarete Junge – Künstlerin und Lehrerin im Aufbruch in die Moderne“ das GRASSI Museum gewählt. Am Vortag wurde der „Freundeskreis GRASSI Museum für Angewandte Kunst“ zu einem Vortrag über das „Junge-Zimmer“ des Museums – an perfekter Stelle, unmittelbar am Ausstellungsort – eingeladen.
Das war dem Freundeskreis ein Grassifrühstück EXTRA wert.

Dieser Extrawert sollte sich bald herausstellen.

Herr Thomas Andersch, uns mit seiner Sachkunde und Präzision vertrauter Diplom Holzrestaurator des Hauses, erläuterte  seinen Buchbeitrag zum „Junge-Zimmer“ und würdigte das Schaffen, den Lebensweg und die Bedeutung der Künstlerin. Anhand des Erwerbs – eine Schenkung von Frau Dr. Siegrid Ehrich – und der nachfolgenden Restaurierung der Empfangszimmers-Möbelgruppe von Frau Junge, konnte man exemplarisch einen Einblick in die Vorgehensweise bei Neuerwerbungen durch das  Museum gewinnen.

Herkunftsnachweise und die Geschichte der Möbelstücke  müssen gesammelt werden,  deren  Zustand wird sorgfältig dokumentiert. Dann ergibt sich die Frage: Was kann erhalten werden, was muss ersetzt, kann vielleicht noch überarbeitet werden, welche Materialien und Verfahren genügen den gestellten professionellen wissenschaftlichen Ansprüchen?

Der Vortrag von Herrn Andersch gab Kenntnis, welchen Schatz das Museum mit dem „Junge-Zimmer“ beheimatet. Seine Ausführungen zu den maßgeblichen Charakteristika und der Ästhetik des „Junge-Zimmers“ waren unterlegt mit  einem weit gespannten Bilderbogen. Das gab  einen formidablen Einblick – einerseits in die Schaffenswelt von Frau Margarete Junge,   – und andererseits in die Arbeitsweise eines Museums.

Eine zunehmend heitere und anregende Stimmung entstand, als anschließend in ihren Redebeiträgen Frau Marion Welsch und Herr Jürgen Vietig in launiger Weise ihre Passion für Margarethe Junge spürbar machten und einen nachhaltigen Eindruck vermittelten, mit welchem Engagement sie das Projekt einer ersten Monographie über die Künstlerin begleitet haben. Die Anekdoten über die Entstehungsgeschichte des Buches gab dem Publikum manch Gelegenheit zum Schmunzeln, zeigte aber auch, welch zähen Willens es Bedarf, ein solches Projekt in die Tat umzusetzen.

Alles in allem ein gelungenes Grassifrühstück;  gern wurde am Veranstaltungsende vom Auditorium ein Erwerb des Buches –mit persönlicher  Widmung der Autoren-  angenommen. Frau Junge und ihr Empfangszimmer waren uns für eine Stunde nah.

Dr. Dr. Herbert Hunz
Mitglied des Freundeskreises

Informationen zum Artikel:

Autor:
Datum: Sonntag, 3. Juli 2016 23:42
Themengebiet: Archiv, Grassifrühstück, Terminübersicht

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