SPONTEX’15: Exkursion nach Torgau am 06.09.2015

Mit dem gelungenen Start der „spontanen Exkursion“ nach Altenburg im Vorjahr entstand eine neue Variante unser Grassi-Exkursionen. „Spontane Exkursion“  – kurz SPONTEX – soll bedeuten:
– Eintages-Exkursionen ohne langfristigen Planungsvorlauf
– keine postalische Aussendung, die Ankündigung erfolgt nur über Internet und telefonische Benachrichtigung sowie Bekanntgabe zu Veranstaltungen unseres Freundeskreises
– Termin möglichst an einem Sonntag
– mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare interessante Reiseziele
– begrenzte Teilnehmerzahl (maximal 25).

10 Torgau

Sonderausstellung – Luther und die Fürsten

Die zweite SPONTEX führte 19 Teilnehmer am 6. September in die Stadt der Renaissance und Reformation Torgau. Ziel war die 1. Nationale Sonderausstellung „Luther und die Fürsten“ im Schloss Hartenfels und der ehemaligen Kurfürst-lichen Kanzlei. Zuvor gab es am Vormittag – leider bei Regen und kaltem Wind – eine interessante Führung durch die historische Altstadt mit dem  großen Bestand an Baudenkmälern aus der Renaissancezeit. Torgau entwickelte sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zur Hauptresidenz des ernestinischen Kurfürstentums Sachsen und damit auch zum politischen Zentrum der Reformation. Das Schloss wurde großzügig und prachtvoll ausgebaut und die Stadt erlebte eine Blütezeit. Aber Torgau blieb nur eine kurze Zeit Residenzstadt. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ging 1547 das Kurfürstentum auf die albertinische Linie über und Torgau wurde (nur noch als Nebenresidenz) in das albertinische Sachsen integriert. Ein imposanter Zeitzeuge aus jenen Tagen – das prächtig ausgestattete Wohnhaus des wohlhabenden Tuchhändlers und Bürgermeisters Paul Ringenhain mit seinen einzigartigen Decken- und Wandmalereien bildete einen Höhepunkt der Stadtführung.

Nach der Mittagspause ging es zum Schloss Hartenfels mit seiner eindrucksvollen Architektur, das dank umfangreicher Restaurierung wieder in altem Glanz erstrahlt. Der Blickfang ist natürlich der Große Wendelstein mit der spiralförmigen Treppe und den reichen Verzierungen. Dieser gute Eindruck setzte sich in der äußerst gelungenen Sonderausstellung fort: Anhand zahlreicher Exponate, darunter kostbare Kunstwerke von Leihgebern aus vielen Ländern, wurde uns in der Führung sehr sachkundig, charmant und kurzweilig die enge Verknüpfung von Reformation, Politik und Kunst nahe gebracht. Schlosskirche und kurfürstliche Kanzlei bildeten den Abschluss des umfangreichen Programms, ehe es im überfüllten Regio-Express wieder zurück nach Leipzig ging.

Prof. Dr.Werner Engewald
Mitglied Freundeskreis

Informationen zum Artikel:

Autor:
Datum: Montag, 28. September 2015 20:08
Themengebiet: Archiv, Exkursionen, Terminübersicht

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